Taschenbuch informiert über den Ur-Rhein

Wiesbaden – Wie weit reichen die Anfänge des Rheins zurück? Welche Abschnitte des frühen Rheins sind bekannt? Welche Tiere haben am Ufer dieses Flusses gelebt? Antwort auf diese und viele andere Fragen gibt das Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8105517/ernst_probst_der_ur_rhein_3640248015.html erhältlich.

Besonders ausführlich befasst sich das Taschenbuch mit dem Ur-Rhein im Obermiozän vor etwa zehn Millionen Jahren. Dieser Fluss hatte teilweise einen ganz anderen Lauf als heute. Er floss nicht durch die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz und Wiesbaden, sondern westlich davon über den Raum Alzey in Richtung Binger Pforte.

In Wort und Bild stellt das Taschenbuch die exotische Tierwelt vor, die am Ufer des Ur-Rheins existierte. Dazu gehörten meterlange Schildkröten, Biber, Insektenfresser, fünf Arten von Rüsseltieren, Nashörner, Tapire, Schweine, krallenfüßige Huftiere, dreihufige Ur-Pferde, kleinwüchsige Hirsche, Waldantilopen, Bärenhunde, Katzenbären, Hyänen, Säbelzahnkatzen und sogar Menschenaffen.

Die Ablagerungen des Ur-Rheins in Rheinhessen werden als Dinotheriensande bezeichnet, weil sie Zähne und Knochen des Rüsseltieres Deinotherium giganteum („Riesiges Schreckenstier“ enthalten. Dieses Rüsseltier wird auch Dinotherium, Hauer-Elefant und Rhein-Elefant genannt. Berühmt ist der 1835 entdeckte Dinotherium-Schädel aus der Gegend von Eppelsheim. Dort informiert seit 2001 das sehenswerte Dinotherium-Museum über die Tierwelt am Ur-Rhein in Rheinhessen.

Das Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ ist dem Paläontologen Dr. Jens Lorenz Franzen aus Titisee-Neustadt, Altbürgermeister Heiner Roos aus Eppelsheim und dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803-1873) gewidmet. Franzen ist der Wiederentdecker der Dinotheriensand-Fundstelle und Begründer der ersten wissenschaftlichen Grabungen bei Eppelsheim. Roos gilt als der „geistige Vater“ des Dinotherium-Museums in Eppelsheim. Kaup hat sich um die Erforschung der Tierwelt aus den Dinotheriensanden in Rheinhessen verdient gemacht.

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